August / September 2026 Der Sinnesgarten Ein Ort voller Begegnungen Wir fragen die Stars! Diesmal mit Schauspielerin Barbara Wussow 12/25 01/26 / Was uns trägt, wenn nichts mehr trägt Die Kraft der Resilienz
2 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Editorial Liebe Leserinnen und liebe Leser, mit dem August beginnt im Hospital zum Heiligen Geist jedes Jahr eine besondere Zeit. Neue Auszubildende starten bei uns ins Berufsleben, andere junge Menschen schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab und schlagen ihren weiteren Weg ein. Diese Veränderungen gehören zum Alltag unseres Hauses und erinnern daran, dass Entwicklung und Neuanfang das ganze Leben begleiten. Passend dazu widmet sich auch diese Ausgabe des Glockenturms dem Thema Veränderung. Wir berichten über den Abschied von Frau Brietzke, die im Hospital über viele Jahrzehnte tätig war. Ein Artikel über Resilienz gibt Anregungen für den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen und unsere Gartentherapeutin berichtet über die kommenden Neuerungen in ihrem Arbeitsbereich. Und natürlich haben wir auch wieder ein prall gefülltes Veranstaltungsprogramm für die kommenden zwei Monate. Doch nun möchte ich Sie nicht länger vom Schmökern abhalten und wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Unseren neuen Auszubildenden wünsche ich einen gelungenen Start, viele schöne und spannende Erfahrungen in den ersten Ausbildungswochen und ich hoffe, dass Sie sich bei uns von Anfang an rundum wohlfühlen. Michael Kröger Vorsitzender des Vorstands
3 Inhalt In diesem Heft August /September 2026 Editorial .................................................... 02 Moment mal Was für Aussichten! ............................... 04 Gut zu wissen Entpflichtung & Verpflichtung ............. 05 Titelgeschichte Über die Kraft der Resilienz .................. 06 Arbeiten bei uns Ein Leben für das Hospital ..................... 08 Nachfolge für Herrn Ahadi .................... 09 Wir fragen die Stars! Interview mit Barbara Wussow .......... 12 Veranstaltungen Schlagerparty 2026 ................................ 10 Der große Gatsby .................................... 10 »Jazz im Park 2026« ............................... 11 Veranstaltungsübersicht zum Heraustrennen ..................... 17 – 20 Freundeskreis .......................................... 26 Alsterwanderwegkonzerte ................... 29 Musikalische Sommerkirche ................ 29 Gospelworkshop zum Mitsingen ........ 29 Meditative Musik .................................... 29 Die EMMETT Technique ......................... 30 Wissen & Inspiration Der Geruch des Regens .......................... 21 Leben bei uns Ein Ort voller Begegnungen .................. 14 Nachdenken mal anders ........................ 25 Eine Azalee erzählt .................................. 28 Aus dem Quartier Buchvorstellungen .................................. 22 Unsere erste Ehrenamtsmesse ............. 31 Genuss Aus dem Parkrestaurant ........................ 23 Rätselspaß Das Bilderrätsel »Hafenblick« ............... 32 Gewinner des letzten Rätsels .............. 33 Geburtstage und Jubiläen .................... 34 Services ...................................................... 34 Kontaktadressen ..................................... 35 Impressum ................................................ 35 Schreiben Sie uns! Unseren Redaktions- briefkasten finden Sie am Empfang des Kundenzentrums. »Jazz im Park 2026« Open Air Stadtteilkulturfest auf dem Festplatz 11 Seite
4 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Moment mal! Was für Aussichten! Das Schloss Bellevue für Sanierung zwei Jahre geschlossen Bellevue heißt so viel wie schöne Aussicht. Ja, die Aussichten sind nicht rosig im Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung und die Weltlage. Die Nachricht von Bellevue für mich auch beispielhaft. Auch unsere Gesellschaft und Demokratie braucht eine Generalüberholung. Es wird Herbst und mancher schaut nervös und bang auf die Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen. Vieles liegt im Argen! Manch einer ist resigniert, sieht sich nicht mehr gesehen. Manch einer macht‘s sich bequem, zieht sich raus. Oder setzt auf vermeintlich einfache Lösungen in einer immer komplexeren und angespannten Weltlage. Schloss Bellevue – die schöne Aussicht – sie bleibt erst einmal geschlossen! Doch zuvor gab es im Juni in Berlin eine Einladung an die Bürger:innen: Haus auf! Kommt und seht! Die Schönheit der Kunst, die Freiheit der Demo- kratie, die manchmal auch so fordernd und anstrengend ist. Da ist viel zum Danken, vergesst es nicht! Trotz allem. Und der Bundespräsident begrüßte in Miniatur, als Kunstobjekt, in Bellevue die Besucher, als wolle er sagen: Ihr seid das Volk – übernehmt Verantwortung, es ist euer Haus, das da eine Sanierung und einen neuen Anstrich braucht. Ja, die Aussichten sind nicht rosig. Wir sind nicht länger passive Zuschauer:innen, sondern sind gefragt. Und Veränderung zum Guten ist immer möglich, das ist der Kern des Evangeliums. Von einer Geschichte, in der einer seine Zuschauerposition verlässt und neu ins Denken und Handeln kommt, erzählt das Lukasevangelium. Nachzulesen dort im Kapitel 19, 1-10. Zachäus, seines Zeichens Profiteur eines korrupten Systems und gewiefter, gnadenloser Steuereintreiber, ist neugierig geworden. Jesus kommt in die Stadt. Was es denn mit diesem Jesus auf sich habe, dem das Volk nachläuft und an dessen Lippen sie hängen? Er will es wissen. Klein von Statur und lieber undercover, versteckt er sich auf einem Baum, um das Treiben – aus sicherem Abstand – zu beobachten. Der Menschentross um Jesus zieht durch die Straßen. Da hört er auf einmal seinen Namen. »Heut Abend komme ich in dein Haus, Zachäus, und will dein Gast sein!« Zachäus erschrickt, er ist entdeckt, muss raus aus seinem Versteck. Und die Jesusfans, sie sind enttäuscht und sauer. »Mit so einem sitzt er zu Tisch?« Einem korrupten Profiteur des Systems. Der Abend kommt. Jesus sitzt zu Tisch mit Zachäus und sie reden über Gott und die Welt und auch über Verantwortung und Schuld. Das Undenkbare geschieht. Da kommt auf einmal neue Bewegung ins Denken und Handeln. Zachäus fühlt sich gesehen – in Allem. Nennt es Heiligen Geist oder ein neuer Spirit: Zachäus ändert sein Denken und Handeln, er will nicht länger Profiteur eines Systems sein, das zu Lasten der Schwächeren geht. Er begreift sich neu als Teil der Gesellschaft und übernimmt Verantwortung. Was für Aussichten! Bellevue! n Petra Wilhelm-Kirst
5 Gut zu wissen Entpflichtung & Verpflichtung Am Pfingstsonntag feierten wir im Hospital wie jedes Jahr unser Stiftungsfest. Hauptpastor Dr. Holtmann von der Hauptkirche St. Jacobi und Pastorin Wilhelm- Kirst gestalteten den Gottesdienst im Festsaal. Die Pfingstgeschichte (Apg 2,1-21) wurde in mehreren Sprachen gelesen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die christliche Botschaft für alle Völker gilt und von Menschen unterschiedlichster Herkunft verstanden wird. Nach der Einsegnung von Bianca Schmidt-Strube als Vorständin standen in diesem Jahr Veränderungen im Kollegium der Oberalten im Mittelpunkt. Das Kollegium der Oberalten ist ein historisches und traditionsreiches Gremium in Hamburg. Es setzt sich aus jeweils drei Gemeindeältesten der fünf Hamburger Hauptkirchen (St. Petri, St. Nikolai, St. Katharinen, St. Jacobi, St. Michaelis) zusammen. Ursprünglich im Jahr 1528 gegründet, fungierte es einst als wichtiges Bindeglied und Vermittler zwischen dem Hamburger Senat und der Bürgerschaft. Heute tritt das Kollegium vor allem als Kuratorium unserer Stiftung, kirchlicher Beirat und karitative Kraft in Erscheinung. Alk Friedrichsen wurde nach vielen Jahren aus dem Amt des Oberalten verabschiedet. Er hat das Hospital vor allem bei Fragen zur Geländeentwicklung beraten und wichtige Impulse gegeben. Für sein Engagement erhielt er das Silberne Kronenkreuz der Diakonie. Hauptpastor Dr. Holtmann und Präses Dr. Labe dankten ihm mit herzlichen Worten und Segenswünschen. Danach erfolgte auch die Amtseinführung von Dr. Dirk Drewelow. Er erhielt die Siegelkette, die alle Mitglieder des Kollegiums der Oberalten als Symbol tragen, und trug sich in das Buch der Oberalten ein, in dem die Namen aller Amtsträger vor ihm verzeichnet sind. Nach dem Gottesdienst ging es bei bestem Wetter auf dem Festplatz weiter. Bei Gesprächen und einem gemeinsamen Umtrunk zeigte sich erneut, wie sehr das Hospital von den Menschen lebt, die sich hier einbringen und engagieren. n Michael Kröger Frau Bianca Schmidt-Strube hat sich entschieden, das Hospital zum Heiligen Geist auf eigenen Wunsch zu verlassen. Dementsprechend hat der Verwaltungsrat sie mit Wirkung zum 31. Juli 2026 als Vorständin abberufen. Wir danken Frau Schmidt-Strube für die geleistete Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute. Die vakante Vorstandsposition wird so bald wie möglich neu besetzt. Bis dahin führt Herr Kröger das Hospital in Einzelvertretung. Herr Kröger hat dabei die vollste Unterstützung von mir, dem Verwaltungsrat und dem Kollegium der Oberalten. Unser Ziel ist es, die gewohnte Stabilität und Verlässlichkeit sicherzustellen sowie die anstehenden Aufgaben und Projekte konsequent weiterzuführen. n Dr. Michael Labe Abschied von Bianca Schmidt-Strube Pfingsten im Hospital zum Heiligen Geist: Veränderungen im Kollegium der Oberalten
Titelgeschichte 6 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Was uns trägt, wenn nichts mehr trägt Über die Kraft der Resilienz Es gibt Momente im Leben, die alles auf den Kopf stellen. Eine Diagnose. Der Verlust eines geliebten Menschen. Ein Sturz, der plötzlich alles verändert, was vorher selbstverständlich war. In solchen Momenten stellt sich eine Frage, die niemand gerne stellt, aber jeder irgendwann beantworten muss: Wie gehe ich weiter, wenn der Boden unter mir wegbricht? Genau darum geht es bei Resilienz. Nicht darum, keine Krisen zu erleben. Sondern darum, wie Sie mit ihnen umgehen, wenn sie kommen. Und sie kommen ja doch immer wieder einmal. Resilienz ist kein Talent Viele Menschen glauben, manche seien einfach von Natur aus stärker als andere. Manche könnten Rückschläge wegstecken, andere nicht. Diese Vorstellung ist bequem, aber sie stimmt nicht ganz. Resilienz lässt sich lernen. Sie wächst mit jeder Krise, die Sie durchstehen, mit jeder Erfahrung, die zeigt: Ich habe das überlebt, also schaffe ich auch das Nächste. Eine Bewohnerin bei uns verlor mit 78 Jahren ihren Mann nach 52 gemeinsamen Jahren. In den ersten Wochen konnte sie kaum aufstehen. Nach einigen Monaten begann sie, jeden Morgen einen kurzen Spaziergang zu machen. Erst zehn Minuten, dann zwanzig. Sie sagt heute, der Spaziergang habe ihr nicht die Trauer genommen. Aber er habe ihr gezeigt, dass sie trotz der Trauer noch handlungsfähig ist. Genau das ist Resilienz. Nicht das Verschwinden des Schmerzes, sondern die Fähigkeit, trotz des Schmerzes weiterzugehen. Sie ist aus der Haltung des Trauerns ins Handeln gekommen und hat sich dadurch ein Stück der Welt neu erobert. Eine Insel, die die Forschung veränderte Der Begriff Resilienz stammt ursprünglich aus der Physik und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach einer Verformung wieder in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. In die Psychologie kam er erst durch eine der bemerkenswertesten Langzeitstudien der Wissenschaftsgeschichte. 1955 begann die Entwicklungspsychologin Emmy Werner gemeinsam mit ihrer Kollegin Ruth Smith, einen kompletten Geburtsjahrgang auf der HawaiiInsel Kauai zu begleiten. Fast 700 Kinder wurden über vier Jahrzehnte hinweg beobachtet, immer wieder befragt und untersucht, bei der Geburt, mit einem Jahr, mit zehn, mit achtzehn, mit zweiunddreißig und mit vierzig Jahren. Ein Drittel dieser Kinder wuchs unter schwierigen Bedingungen auf. Armut, Krankheit, Alkoholprobleme oder Gewalt in der Familie gehörten zu ihrem Alltag. Die Forscherinnen erwarteten, dass diese Kinder es später im Leben besonders schwer haben würden. Bei den meisten traf das auch zu. Doch ein Teil dieser Kinder entwickelte sich trotzdem zu stabilen, zufriedenen Erwachsenen. Sie fanden gute Arbeit, gründeten Familien, blieben psychisch gesund. Werner wollte wissen, was diese Kinder von den anderen unterschied. Die Antwort überraschte sie. Es war selten eine besondere Begabung oder ein glücklicher Zufall. Meistens gab es eine einzige feste Bezugsperson, eine Großmutter, ein Lehrer, ein Nachbar, die dem Kind das Gefühl gab, gesehen und wichtig zu sein. Diese Erkenntnis aus einer kleinen Insel im Pazifik legte den Grundstein für die moderne Resilienzforschung. Sie zeigte etwas, das bis heute gilt: Widerstandskraft entsteht selten allein. Sie entsteht im Kontakt mit anderen Menschen und dadurch, dass ich ins Handeln komme. Die Rolle von Beziehungen Kein Mensch übersteht schwere Zeiten allein. Das ist keine Schwäche, das ist menschlich. Menschen mit stabilen sozialen Bindungen kommen besser durch Krisen als Menschen, die isoliert sind. Ein Anruf von der Tochter, ein Nachbar, der fragt, wie es geht, ein Gespräch mit einem alten Freund. Diese kleinen Kontakte wirken größer, als sie aussehen. Fragen Sie sich einmal: Wer sind die Menschen, an die Sie sich in einer schwierigen Zeit wenden wür-
7 den? Wenn Ihnen sofort Namen einfallen, haben Sie bereits ein wichtiges Fundament. Wenn Ihnen keine einfallen, ist genau jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Verbindung neu zu knüpfen oder aufzufrischen. Ein Telefonat kostet wenig Zeit und kann viel bewirken, auf beiden Seiten. Kleine Routinen, große Wirkung Resilienz zeigt sich selten in großen Gesten. Sie zeigt sich in kleinen, wiederholten Handlungen. Der Kaffee am Morgen zur gewohnten Zeit. Das Fenster, das aufgemacht wird, um frische Luft hereinzulassen. Ein paar Minuten Bewegung, auch wenn der Körper nicht mehr so mitmacht wie früher. Diese Routinen geben Halt, wenn sich sonst nichts sicher anfühlt. Sie schaffen einen Rahmen, innerhalb dessen der Tag planbar bleibt, selbst wenn das große Ganze gerade unübersichtlich wirkt. Was wäre für Sie so ein Ankerpunkt? Vielleicht ein bestimmtes Lied, das Sie hören. Ein Buch, das Sie zur Hand nehmen. Ein Ritual mit einer Tasse Tee am Nachmittag. Es muss nichts Kompliziertes sein. Es muss nur regelmäßig da sein. Der Umgang mit dem, was Sie nicht ändern können Ein zentraler Baustein von Resilienz ist die Fähigkeit, zwischen dem zu unterscheiden, was Sie beeinflussen können, und dem, was nicht in Ihrer Hand liegt. Eine Krankheit lässt sich oft nicht wegwünschen. Ein Verlust lässt sich nicht rückgängig machen. Aber wie Sie mit der jeweiligen Situation umgehen, wie Sie Ihren Tag aktiv gestalten, mit wem Sie sprechen, wofür Sie sich entscheiden, das bleibt in Ihrer Hand. Diese Unterscheidung klingt einfach, ist aber im Alltag oftmals schwer umzusetzen. Wenn der Schmerz groß ist, vermischt sich schnell alles miteinander. Es kann helfen, sich am Ende eines schweren Tages ganz konkret zu fragen: Was habe ich heute selbst gestaltet, trotz allem? Solche kleinen Antworten zeigen, dass Sie nicht nur Getriebener der Umstände sind, sondern auch Gestalter Ihres Tages. Rückschläge gehören dazu Resilienz bedeutet nicht, dass Sie nie wieder einbrechen. Es gibt Tage, an denen alles zu viel wird. Tage, an denen die Kraft fehlt, aufzustehen, geschweige denn einen Spaziergang zu machen. Das gehört dazu. Niemand ist an jedem Tag gleich stark. Was zählt, ist nicht, niemals zu fallen. Was zählt, ist, sich nach dem Fallen wieder aufzurichten, so gut es eben geht. Manchmal bedeutet das einen großen Schritt. Oft bedeutet es nur einen kleinen. Beides zählt. Was Sie mitnehmen können Resilienz ist kein Zustand, den Sie einmal erreichen und dann für immer besitzen. Sie ist eine Bewegung, ein ständiges Neuausrichten, ein Weitermachen trotz allem. Sie zeigt sich in den kleinen Entscheidungen des Alltags, in den Menschen, die Sie um sich haben, in den Routinen, die Ihnen Halt geben, und in der stillen Erkenntnis, dass Sie schon einmal etwas Schweres überstanden haben. Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Sie haben es schon einmal geschafft. Ein anderes Mal, eine andere Krise, ein anderer Verlust. Und genau diese Erfahrung trägt auch durch das, was jetzt vor einem liegt. n Enno Olbrich
Arbeiten bei uns 8 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Es begann mit einem Handschlag Ein Leben für das Hospital 1979 stellte Werner Dutz, der damalige Leiter des Hospitals zum Heiligen Geist, eine junge Frau aus Ostfriesland ein. Seine Begründung war schlicht: »Sie sind doch eine praktische Frau, bewerben Sie sich bei uns.« Helga Brietzke tat es und blieb. Und was folgte, waren mehr als vier Jahrzehnte voller Einsatz, Menschlichkeit und stiller Beharrlichkeit. Vom Pflege-Alltag zur Selbsthilfe Ihren Anfang machte Frau Brietzke in der Pflege im Haus Mohnblume, Station Emden. Drei Jahre nach ihrem Einstieg traf sie ein Schlag, der viele aus der Bahn geworfen hätte: Sie erkrankte an Krebs. Sie pausierte, zumindest kurz, dann kehrte sie zurück – und tat etwas, das über ihre eigene Geschichte weit hinausgeht. Sie gründete die erste Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebs und schrieb ein Buch über ihre Erfahrungen mit der Krankheit. Was ihr widerfahren war, wurde zur Kraft für andere. Zurück im Hospital fragte man sie Mitte der 80er Jahre, ob sie sich nicht für Mitarbeitende mit Schwerbehinderung einsetzen wolle. Natürlich sagte sie Ja. Jahrelang übernahm sie die Schwerbehindertenvertretung und begleitete Menschen, die ähnlich wie sie selbst Hindernisse überwinden mussten. »Ihnen Wege aufzuzeigen und sie zu unterstützen ist für mich eine vertrauensvolle und zugleich bereichernde Arbeit«, sagte sie einmal im Interview. Die Bibliothek als Begegnungsort Dann kam die Bibliothek. Zunächst noch im Haus Enzian angesiedelt, wurde sie von Helga Meyer, einer Bewohnerin aus Haus Orchidee, geleitet. Als eine Nachfolge gesucht wurde, zögerte Frau Brietzke nicht lange. Sie ließ sich einarbeiten und übernahm die Verantwortung. Was sie daraus machte, war mehr als Buchhaltung und Ausleihbetrieb. Sie baute ein neunköpfiges Team auf und verwandelte die Bibliothek in einen lebendigen Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner. Zwanzig Jahre lang leitete sie diese Einrichtung ehrenamtlich. Hamburg ehrt eine seiner Stillen Am 3. Juni 2022 stand Helga Brietzke im Hamburger Rathaus. Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher überreichte ihr eine Medaille für »treue Arbeit im Dienste des Volkes« – gemeinsam mit 29 weiteren Hambur-
9 Auch Herr Ahadi verlässt jetzt die Hausarztpraxis am Poppenbütteler Weg. Und auch sein Nachfolger ist gefunden: Dr. med. Lorenz Stoehr ist Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Hämatologie und Onkologie und seit 2023 hausärztlich tätig. Zusammen mit Herrn Stüber ist die Praxis dann wieder vollzählig. Herr Dr. Stoehr freut sich schon auf die Bewohner des Hospitals und auf die Zusammenarbeit in der Praxis. Herrn Panzer und Herrn Ahadi alles Gute und den beiden Nachfolgern viel Erfolg am Poppenbütteler Weg. n Enno Olbrich gerinnen und Hamburgern, die sich über Jahre hinweg für das Gemeinwohl eingesetzt hatten. Der Bürgermeister nahm sich Zeit, fragte nach, hörte zu. Wer Frau Brietzke kennt, weiß: All das hat sie nie für solche Auszeichnungen getan, sondern weil es ihr ein Herzenswunsch war, Menschen zu unterstützen und Halt zu geben. Das goldene Kronenkreuz Im Januar 2025 folgte die nächste Ehrung. Beim Pia causa luminis Gottesdienst im Hospital – unserem traditionellen Fest, das an die alte Tradition der »Milden Gabe des Lichts« erinnert – überreichte Dr. Michael Labe, Präses des Kollegiums der Oberalten, Helga Brietzke das goldene Kronenkreuz der Diakonie. Eine der höchsten Auszeichnungen, die Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen erhalten können. Das Kronenkreuz verbindet das Kreuz als Zeichen von Not mit der Krone als Zeichen der Hoffnung. Kaum ein Symbol hätte besser zu ihrem Lebensweg gepasst. Unvergessen: der Auftritt bei Jörg Pilawa Wer Frau Brietzke nur als stille Ehrenamtliche kennt, kennt sie nicht ganz. Im April 2009 trat sie gemeinsam mit einer 100-jährigen Bewohnerin aus Haus Orchidee in der Quizsendung von Jörg Pilawa auf. Das Quiz-Duo war erfolgreich. Dankeschön, Frau Brietzke Jetzt übergibt sie den Staffelstab. Regine Koch übernimmt die Bibliotheksleitung und führt weiter, was Frau Brietzke aufgebaut hat. Manche Menschen hinterlassen ein Büro, das aufgeräumt ist. Helga Brietzke hinterlässt etwas anderes: eine Bibliothek, die lebt. Eine Selbsthilfegruppe, die anderen Frauen den Weg gezeigt hat. Jahrzehnte voller Verlässlichkeit für Menschen, die Unterstützung brauchten. Über ihre Arbeit sagte sie einmal: »Ich bin dankbar für das, was ich geben kann.« Wir sind dankbarer für das, was sie gegeben hat. n Enno Olbrich Hausarztpraxis am Poppenbütteler Weg Nachfolge für Herrn Ahadi
Veranstaltungen Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Nachmittag voller guter Laune, Musik und Geselligkeit! Mit Live-Musik und den schönsten Schlagern laden wir Sie herzlich am Dienstag, den 11. August um 15.00 10 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Wann: Samstag, 05. September 2026, 15.00 Uhr Wo: Festsaal Kosten: Freier Eintritt für Bewohner:innen und Mieter:innen Theateraufführung Die Henneberg Bühne präsentiert das Musical Der große Gatsby Einladung zum Festplatz Schlagerparty 2026 Basierend auf dem berühmten Roman erzählt das Musical die Geschichte des geheimnisvollen Millionärs Jay Gatsby, der von der großen Liebe und einem Neuanfang träumt. New York, 1923, bunte Lichter, fliegende Geldscheine, hübsche Frauen im Charleston-Look, schnelle Autos, rauschende Feste trotz Prohibition Cocktails und Jazzmusik, der Beweis, dass der »American Dream« lebt. So auch für Nick Carraway. Er ist jung, abenteuerlustig, möchte reich werden, ein Mädchen und sein Glück in der großen Stadt finden. Er hat ein Haus gleich neben der protzigen Villa des Protagonisten Jay Gatsby gemietet. Sein neuer Nachbar veranstaltet täglich Partys und jeder, der etwas auf sich hält, kommt. Dekadenz, krankhafter Egoismus und absurdes Börsenspiel zeigt dieses bewegende Drama voller Leidenschaft und Illusionen. Freuen Sie sich auf eine mitreißende Inszenierung, große Gefühle und unvergessliche Musik. Regie: Annika Bauer, Choreographie: Christian Spieker, Musikalische Leitung: Patrick Kösters. Alle Bewohner:innen und Mieter:innen des Hospitals sind herzlich zu dieser kostenfreien Vorstellung eingeladen. Karten für weitere Vorstellungstermine unter Telefon (0 40) 60 60 1-449. n kp Uhr zur großen Schlagerparty auf dem Festplatz ein. Ob Schunkeln, Tanzen oder Mitsingen, hier ist für beste Stimmung gesorgt! Kommen Sie vorbei, bringen Sie Freunde und Nachbarn Ihres Hauses mit und feiern Sie mit uns einen fröhlichen Nachmittag. Erfrischende Getränke und Bowle stehen bereit und sorgen für die passende Abkühlung. Die Anmeldung erfolgt wie gewohnt in ihren jeweiligen Häusern. Wir freuen uns auf alle Gäste und ein weiteres sommerliches Open-AirEvent! Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt! n kp Wann: Dienstag, 11. August 2026, 15.00 Uhr Wo: Festplatz Kosten: Freier Eintritt (Anmeldung im Haus) Open Air Party Foto: Malte Kösters
11 Wann: Sonntag, 23. August 2026, 11.00 – 14.00 Uhr Wo: Festplatz Kosten: Freier Eintritt Open Air Konzert Open Air Stadtteilkulturfest auf dem Festplatz »Jazz im Park 2026« Zum achten Mal wird auf unserem Gelände wieder geswingt. Am Sonntag, 23. August 2026 hören wir ab 11.00 Uhr die »Midnight Swingstars«, die Combo, die 2019 gegründet wurde. Jeder einzelne Musiker der Band bringt seine ganz individuelle musikalische Vergangenheit mit ein. Entweder liegt eine klassische Ausbildung zugrunde, internationale Erfahrung oder/und die jahrelange Routine durch das Spiel in verschiedenen Bands zu unterschiedlichen Anlässen. Die »Midnight Swingstars« sind hauptsächlich mit Swing, Dixie und Bossa-Rhythmen zu hören, getreu dem Great American Songbook. Alle Musiker haben schon mit den verschiedensten Formationen in unterschiedlichen Stilen auf der Bühne gestanden und ihr Publikum in den Bann gezogen. Apropos: Wer den tanzbaren Swing der Bigband-Ära mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Es gibt mehrere schattige Sitzgelegenheiten und für das leibliche Wohl sorgt neben der musikalischen Unterhaltung ein Grill-, Getränke-, Kaffee- und Kuchenstand und freundlicher Service! Der Eintritt ist kostenfrei. Wir bedanken uns beim Bezirksamt Wandsbek und beim Hamburg Airport, die uns bei dieser Veranstaltung wieder unterstützen. Bringen Sie gern ihre Familie, Freunde und Bekannten mit. Wir freuen uns auf einen weiteren Höhepunkt mit dem Jazzevent im Freien. n kp Mit freundlicher Unterstützung durch:
12 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Unser heutiger Gast: Barbara Wussow (65) Leinen los für eine Frau, die nicht nur einen großen Nachnamen trägt, sondern ein noch viel größeres Herz. Früher bei der Schwarzwaldklinik, spielt sie sich heute als »Hanna Liebhold« mit ihrer Liebenswürdigkeit und Wärme in die Herzen ihrer Zuschauer. Wir freuen uns auf die großartige Barbara Wussow. HzHG: Liebe Frau Wussow, was ist das Besondere, für Sie als Schauspielerin, auf dem Traumschiff arbeiten zu dürfen? Wussow: Diese Dreharbeiten sind mit keinen anderen Dreharbeiten zu vergleichen. Nicht nur wegen der tollen und wirklich aufregenden Drehorte. Nein, man arbeitet auch sehr viel mit Privatmenschen zusammen, da die Amadea ein echtes Passagierschiff ist, welches durch die Weltmeere schippert. Die gemeinsamen Wochen mit der Crew, den Gästen und dem ZDF-Team auf dem Schiff schweißen sehr zusammen. In den neun Jahren, die ich dabei bin, habe ich noch nie erlebt, dass ein Schauspieler oder eine Schauspielerin nicht weinend von Bord gegangen ist und nicht gesagt hat: »Bitte, bitte darf ich wiederkommen?!« HzHG: Wie viele Wochen sind Sie für die Dreharbeiten pro Jahr auf dem Schiff? Wussow: Also wir drehen insgesamt ein halbes Jahr und dabei entstehen 4 Folgen Traumschiff. Für jede Folge haben wir 3 Wochen Schiffs-Dreh und 3 Wochen Land-Dreh. Je nachdem, ob ich beim Land-Dreh dabei bin oder nicht, habe ich dann auch mal am Stück ein paar Tage oder Wochen frei. Dann besteht auch die Möglichkeit zu meiner Familie zu fliegen, wenn wir nicht allzu weit weg sind. Anderenfalls verbringe ich dann meine freien Tage auf spannenden Landgängen, da ich unglaublich neugierig bin und es sehr liebe, Neues zu entdecken. HzHG: Wie viele Gemeinsamkeiten haben Sie selbst mit Ihrer warmherzigen Rolle »Hanna Liebhold«? Wussow: Oh, sehr viel! An allererster Stelle liebe ich die Menschen als Barbara Wussow und auch als Hanna Liebhold. Ich gehe gern auf Menschen zu. Ich habe überhaupt keine Berührungsängste und lasse mich gerne ansprechen, fotografieren und unterhalte mich sehr gern. Auch höre ich mir nach Drehschluss an der Bar so manche Lebensgeschichte der Passagiere an, die mich oft faszinieren und manchmal auch wirklich berühren. Es ist eine große, wunderbare Familie auf dem Schiff. Eigentlich unterscheidet mich von meiner Rolle nicht viel, aber definitiv, dass ich privat natürlich nicht ständig in einer Uniform herumlaufe. ☺ HzHG: War für Sie schon als Kind klar, dass Sie in die Fußstapfen Ihrer Eltern treten und auch Schauspielerin werden möchten? Wussow: Nein, überhaupt nicht. Ich war damals auch komplett anders als jetzt. Ich war ein stilles und schüchternes Kind und hatte Schwierigkeiten auf Menschen zuzugehen. Deshalb habe ich nach meinem Abitur Bühnenbild und Kostüm studiert – selbst auf einer Bühne im Mittelpunkt zu stehen, war damals für mich undenkbar. Nachdem ich dann mein Diplom in der Tasche hatte, habe ich für eine Wiener Schauspielschule gearbeitet und in dieser Zeit Schauspielschüler in meinem Alter kennenglernt. Dies hat irgendetwas in mir ausgelöst, dass ich dann einer ProLeben bei uns WIR FRAGEN DIE STARS!
13 fessorin sagte: »Gib mir etwas zum Auswendiglernen, ich spreche Dir vor und Du sagst mir knallhart ob es Sinn macht in diese Richtung weiterzudenken oder nicht«. Es war ein kleiner Monolog von Schnitzler. Kurzum: Ihre Antwort war damals »Du gehörst auf die Bühne und nicht in die Kleiderkammer«. HzHG: Wie kritisch wurde Ihr Tun in jungen Jahren von Ihren Eltern beäugt? Wussow: Meine Eltern haben mich tunlichst davon abhalten wollen, Schauspielerin zu werden, da dieser Beruf, auch wenn er unfassbar toll ist, natürlich viele Unsicherheiten birgt. Der Name Wussow allein war kein Garant dafür, auch wirklich gut und erfolgreich zu werden. HzHG: Ihre positive Ausstrahlung beeindruckt viele Menschen. Haben Sie einen Tipp, wie man positiver durchs Leben geht? Wussow: Ich denke, wenn man mit echter Freundlichkeit und offenem Herzen auf Menschen zugeht, kommt dies auch so wieder zu einem zurück. Ich bin für sehr viele Dinge dankbar wie z. B. meine Familie, meine Freunde und meinen Beruf. Dankbarkeit ist ein Schlüssel für eine positive Ausstrahlung. Meine Mutter hatte zwei Lieblingssprüche: »Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben« und »Nutze jeden Tag, er kommt nie wieder«. HzHG: Haben die sogenannten »Heile-Welt-Filme« heute einen größeren Stellenwert bzw. besteht heute eine größere Nachfrage als noch vor einigen Jahren? Wussow: Ich glaube nicht, dass sie heute mehr Menschen sehen wollen. Ich glaube aber, dass Sie heute wichtiger sind als früher. In einer unheilen Welt mit schrecklichsten Geschehnissen, sehnen sich die Menschen danach, einfach 90 Minuten lang abtauchen zu können. Rosamunde Pilcher hat einst zu mir gesagt: »Man sollte die »Heile-Welt-Filme« viel eher »Healing- World-Filme« nennen. Also: »Filme, die die Welt heilen«. Und damit hatte Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. HzHG: Soziales Engagement ist für Sie ein großes Thema. Was sind Ihre derzeitigen Herzensprojekte? Wussow: Ein Herzensprojekt haben wir, mein Bruder und ich, von unserem Vater geerbt: Eine Mutter-Kind-Klinik für an Krebs und Mukoviszidose erkrankte Kinder im Schwarzwald. Zum anderen habe ich zwei »SOS-Kinderdorf Kinder« in Ungarn, die ich regelmäßig besuche. Mittlerweile sind die beiden 17 und 28 Jahre. Für »Ein Herz für Kinder« habe ich in Manila Favelas besucht und mit dafür sorgen dürfen, dass dort eine Schule gebaut werden konnte und die Menschen dadurch bessere Zukunftschancen bekommen. Außerdem unterstütze ich einen rumänischen Tierretter, der hilflose Hunde aus Tötungsstationen holt und diese an Tierheime vermittelt. HzHG: Haben Sie vor, irgendwann offiziell in den Ruhestand zu gehen und sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen? Wussow: Um Gottes willen, nein! Solange ich fit und gesund bin gibt es gar keinen Grund dafür. Im Moment könnte ich noch Bäume ausreißen und ich hoffe, dass dies auch noch lange so bleibt. An dieser Stelle meine Bitte an Sie alle: Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, damit Sie alle möglichst lange gesund bleiben. HzHG: Welche Eigenschaft schätzen Sie an anderen Menschen, die Sie selbst nicht haben? Wussow: Oh, ich schätze z. B. an meinem Mann seine Ruhe, Genauigkeit und Ordnungsliebe. Ich selbst bin ein sehr spontanes Wesen – ein Wirbelwind und etwas Ruhe würde auch mir guttun. Allerdings habe ich es bereits mit Yoga versucht ... aussichtslos. ☺☺☺ HzHG: Leider sind wir schon am Ende. Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben? Wussow: Ja, gern! Dass ich ein gläubiger Mensch bin wissen viele. Und deshalb möchte ich alle darum bitten, wieder mehr zu beten. Beten Sie für den Frieden auf unserer Erde, damit auch unsere Kinder und Enkel ein schönes und erfülltes Leben haben dürfen! Mit ganz viel Liebe, Ihre Barbara Wussow. ♥ ♥ ♥ In diesem Sinne, ein großes Dankeschön nach Wien, für Ihre Zeit und das sehr tolle Gespräch. Herzliche Grüße aus dem Hospital zum Heiligen Geist. n Ronny Behrendt
Leben bei uns 14 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Rückblick und Ausblick für die Gartentherapie Ein Ort voller Begegnungen Liebe Menschen im Hospital zum Heiligen Geist, liebe Leserinnen und Leser des Glockenturms, wenn ich auf die vergangenen drei Jahre zurückblicke, erfüllt mich vor allem eines: große Dankbarkeit. Als ich die Aufgabe übernehmen durfte, den Therapie- und Sinnesgarten am Hinsbleek 9 aufzubauen und weiterzuentwickeln, ahnte ich nicht, wie viele wertvolle Begegnungen, Erfahrungen und schöne gemeinsame Momente mich erwarten würden. Aus einer Vision ist in dieser Zeit ein lebendiger Garten entstanden, der heute für viele Bewohnerinnen und Bewohner im Hinsbleek 9 sowie deren Angehörige ein vertrauter, geschützter und geschätzter Ort geworden ist. Der Therapie- und Sinnesgarten ist weit mehr als eine Gartenanlage. Für die Menschen in unseren Pflege- und Wohngemeinschaften bietet er einen geschützten Raum für Begegnung, Sinneserfahrungen, Erinnerungen und Wohlbefinden. Hier werden Kräuter gerochen, Rosen bestaunt, Vogelstimmen belauscht, Blumen gepflegt und die Veränderungen der Jahreszeiten mit allen Sinnen erlebt. Die Natur schafft Momente von Vertrautheit, Freude und Geborgenheit und lädt dazu ein, aktiv zu sein, Erinnerungen zu teilen und Gemeinschaft zu erleben. Von Anfang an war dieses Projekt ein echtes Gemeinschaftswerk. Viele Menschen haben ihre Ideen, ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihr Vertrauen eingebracht. Mein herzlicher Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Spenderinnen und Spendern sowie den vielen Beteiligten, die den Aufbau und die Entwicklung des Gartens möglich gemacht haben. Besonders danken möchte ich Nizar Müller und Alena von Appen für ihr großes Engagement bei der Einwerbung von Spenden. Ebenso danke ich den Architekten Hunk & Lorenz, der Firma von Oertzen sowie der Deutschen Fernsehlotterie, die die Stellen der Gartentherapie über drei Jahre gefördert hat. Ein besonderer Dank gilt auch meinen gartentherapeutischen Assistenten Anja Kiefel und Alexander Boers, den Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Bereichen im gesamten Hospital zum Heiligen Geist. Ob Verwaltung, Gebäudemanagement, Hobby & Treff, Marketing, Finanzbuchhaltung oder viele andere‒ überall durfte ich Offenheit, Wertschätzung und große Unterstützung erleben. Eine besondere Bereicherung war die Zusammenarbeit mit den Musiktherapeutinnen Isabelle Vilmar und Ute Scheibe. Gemeinsam haben wir Musik und Natur verbunden und zahlreiche Konzerte, Feste und jahreszeitliche Angebote gestaltet. So wurde der Garten immer wieder zu einem Ort voller Musik, Begegnung und Lebensfreude. Am meisten berührt und gelehrt haben mich die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Bewohnerinnen und Bewohner fanden im Garten Ruhe, Erinnerungen, Freude und Anregung. Oft waren es die kleinen Augenblicke, die lange in Erinnerung bleiben und die Erinnerungen weckten wie: die erste reife Erdbeere, frisch geerntete Salate und Kohlrabi, das Staunen über einen Schmetterling oder die Freude über eine
neu aufgeblühte Sonnenblume. Immer wieder durfte ich erleben, wie Menschen mit Demenz Verantwortung übernahmen, ihr Wissen weitergaben und andere an ihren Erfahrungen teilhaben ließen. Sie säten, pflanzten, ernteten und erklärten Jugendlichen beim Girls' and Boys' Day, wie Sonnenblumen pikiert werden. Solche Momente zeigen eindrucksvoll, wie viele Fähigkeiten, Kompetenzen und Lebenserfahrungen auch im hohen Alter erhalten bleiben. Dabei wurde im Garten nicht nur gearbeitet, sondern auch viel gelacht. Manche Sprüche sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken: »Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.« Und das afrikanische Sprichwort »Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht« regte immer wieder zum Schmunzeln und Nachdenken an. Gerade für Menschen mit Demenz besitzt aus meiner Erfahrung die Natur eine besondere Kraft. Sie vermittelt Vertrautheit, Orientierung und Geborgenheit und schafft Momente des Wohlbefindens oft ganz ohne viele Worte. Und genau deshalb freue ich mich sehr, dass meine Reise im Hospital zum Heiligen Geist weitergeht. Die Gartentherapie hat in den vergangenen Jahren gezeigt, welches Potenzial in der Verbindung von Natur, Begegnung und therapeutischer Begleitung steckt. Künftig werde ich die Quartiersentwicklung im Bereich Gartentherapie mitgestalten und dazu beitragen, gartentherapeutische Angebote über den Therapie- und Sinnesgarten hinaus weiter auszubauen und in weiteren Bereichen des Hospitals zu verankern. Auch im Sinnesgarten selbst entstehen neue Impulse. Der Bildhauer Falko Berger (geb. 1949) gestaltet derzeit eine Marmorskulptur in Form einer Lemniskate, des Unendlichkeitszeichens. Sie wird künftig neben dem Holunderstrauch ihren Platz finden und als Ort der Erinnerung, Verbundenheit und Besinnung zum Verweilen einladen. Ihr Leitsatz lautet: »Nicht nur die Erde, auch der Himmel trägt uns.« (Aus einem Gedicht von Pastor Kurt Riecke). Mit großer Vorfreude blicke ich auf die kommenden Jahre. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, Angehörigen, Ehrenamtlichen sowie Kolleginnen und Kollegen werden neue Ideen, Angebote und Begegnungsorte entstehen. Ich freue mich sehr, die Gartentherapie im Hospital zum Heiligen Geist Schritt für Schritt weiter wachsen zu sehen. Denn ein Garten ist weit mehr als ein schöner, grüner und blühender Ort. Er verbindet Menschen, schenkt Freude, weckt Erinnerungen und eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten für Begegnung, Teilhabe und Lebensfreude. Von Herzen danke ich Ihnen allen für das Vertrauen, die vielen freundlichen Begegnungen und die gemeinsame Zeit. Ich freue mich sehr darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen. n Herzlichst Esther Daenschel, Gartentherapeutin (IGGT) »Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.« 15
16 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 FR Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 11.00 – 13.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers Gottesdienste im August 2026 Sonntag, 2. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Katharina Born bei Regen im Festsaal Sonntag, 9. August 16.00 Uhr Festplatz Prädikant Wolfgang Gutzeit bei Regen im Festsaal Sonntag, 16. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Katharina Born bei Regen im Festsaal Sonntag, 23. August 10.00 Uhr Festsaal Pastorin Petra Wilhelm-Kirst Sonntag, 30. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Petra Wilhelm-Kirst bei Regen im Festsaal Katholische Andacht Freitag, 7. August 10.00 Uhr Kapelle Karin Holdt o. Anne Weichert Veranstaltungen des Freundeskreises des Hospitals zum Heiligen Geist im August 2026 Donnerstag, 6. August 15.00 Uhr Café Freundeskreis Duo Schietbüddel »Gute Laune von der Waterkant« im Festsaal in der Kapelle 15.00 Uhr Jeden 2. und 4. Montag im Monat Kleiner Wochenmarkt Pfingstrosenplatz 8.30 – 12.00 Uhr Jeden 2. Montag im Monat Tischharfen-Gruppe Gemeinschaftsraum 1. OG in Haus Robinie 14.00 Uhr Jeden ersten Montag im Monat Plattdeutscher Klönschnack mit Monika Nissen Tel. (0 40) 33 48 22 21 Gemeinschaftsraum Hinsbleek 9 15.00 Uhr Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat Mietersprechstunde Servicebüro Empfangsz. 9.30 – 10.15 Uhr Jeden ersten Dienstag im Monat Mietersprechstunde Büro in der Grevenau 3 9.30 – 10.15 Uhr Jeden letzten Donnerstag im Monat Trauercafé Haus Begonie, 4. Etage 15.30 – 17.30 Uhr Jeden ersten Freitag im Monat Politischer Kreis mit Frau Chindanusorn und Herrn Evermann Haus Dahlie, Zimmer 211 15.00 Uhr Veranstaltungs-Highlights [Siehe Seite 10 u. 11] Dienstag, 11. August Schlagerparty 2026 – Gute Laune mit Live-Musik 15.00 Uhr Festplatz Sonntag, 23. August Jazz im Park 2026 – Mit den »Midnight Swingstars« 11.00 – 14.00 Uhr Festplatz ANZEIGEN Schneiderin Natalia Zuther nimmt Ihre Änderungswünsche dienstags von 10 bis 11 Uhr im Waschcenter (Haus Robinie) entgegen. Hausbesuche auf Wunsch. Telefon: (0 40) 37 23 12 Friseurstube Hinsbleek DANIELA CVEJTKOVIC UND TEAM Am Robinienplatz Hinsbleek 11 · 22391 Hamburg Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 9.00 – 12.00 Uhr / 13.00 – 17.00 Uhr Terminvereinbarung unter: Telefon (0 40) 88 36 91 76
Aktiv durch die Woche (wöchentlich stattfindende Veranstaltungen) MO Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Qigong 14.30 – 15.30 Uhr Haus Pfingstrose Marita Lüdtke Zeit zum Zuhören 15.00 Uhr Bibliothek Sabine Hinz Bibelgesprächskreis 15.00 – 16.00 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Karin Theis DI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers MI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Digitalcafé 10.00 – 12.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Skatrunde 15.00 – 17.00 Uhr Haus Pfingstrose Gert Struck Hamburger Jungs 15.30 – 17.00 Uhr Haus Begonie, Kaffeeklappe im EG DO Bewohnerchor »Spätlese« 10.00 – 11.15 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Manon Raphaelis Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 Bürger-Infostunde mit Stadtteilpolizistin Freitag, 21. August Fragen und Antworten mit Alexandra Suhr in Haus Iris 9.30 – 10.30 Uhr Offenes Singen mit Isabelle Vilmar Samstag, 1. / 15. / 29. August im Festsaal 10.00 – 11.00 Uhr Dienstag, 11. / 25. August H. Begonie (Friesenstube) 15.00 – 16.00 Uhr ErklärZeiten im Digitalcafé Freitag, 7. August Gesundheits- und Fitness-Apps Digitalcafé (H. Orchidee) 15.00 – 16.30 Uhr Dienstag, 18. August Live Webinar der Polizei Hamburg Thema: Onlinesicherheit für Senior:innen Konferenzraum Empfang 15.00 – 16.30 Uhr Sonstige Veranstaltungen Dienstag, 25. August Meditative Musik in der Kapelle 15.00 Uhr + + + Diese Doppelseite in der Heftmitte können Sie herausreißen und als Plakat nutzen! + + + Angebote und Veranstaltungen im August 2026
Aktiv durch die Woche (wöchentlich stattfindende Veranstaltungen) MO Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Qigong 14.30 – 15.30 Uhr Haus Pfingstrose Marita Lüdtke Zeit zum Zuhören 15.00 Uhr Bibliothek Sabine Hinz Bibelgesprächskreis 15.00 – 16.00 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Karin Theis DI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers MI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Digitalcafé 10.00 – 12.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Skatrunde 15.00 – 17.00 Uhr Haus Pfingstrose Gert Struck Hamburger Jungs 15.30 – 17.00 Uhr Haus Begonie, Kaffeeklappe im EG DO Bewohnerchor »Spätlese« 10.00 – 11.15 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Manon Raphaelis Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Bürger-Infostunde mit Stadtteilpolizistin Freitag, 18. September Fragen und Antworten mit Alexandra Suhr in Haus Iris 9.30 – 10.30 Uhr Offenes Singen mit Isabelle Vilmar Samstag, 12. / 26. September im Festsaal 10.00 – 11.00 Uhr Dienstag, 8. September H. Begonie (Friesenstube) 15.00 – 16.00 Uhr ErklärZeiten im Digitalcafé Freitag, 4. September »Künstliche Intelligenz (KI) zum Anfassen« Digitalcafé (H. Orchidee) 15.00 – 16.30 Uhr Dienstag, 15. September Live Webinar der Polizei Hamburg Thema: Online Risiken Gemeinschaftsraum H. 9 15.00 – 16.30 Uhr Freitag, 18. September »WhatsApp« ‒ Die Grundlagen Digitalcafé (H. Orchidee) 15.00 – 16.30 Uhr Sonstige Veranstaltungen + + + Diese Doppelseite in der Heftmitte können Sie herausreißen und als Plakat nutzen! + + + Angebote und Veranstaltungen im September 2026
Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 FR Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 11.00 – 13.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers Gottesdienste im September 2026 Sonntag, 6. September 10.00 Uhr Festsaal Pastorin Petra Wilhelm-Kirst mit Heiligem Abendmahl Sonntag, 13. September 10.00 Uhr Festsaal Prädikantin Imke Diermann Sonntag, 20. September 10.00 Uhr Festsaal Pastorin Petra Wilhelm-Kirst Sonntag, 27. September 10.00 Uhr Festsaal Pastorin Katharina Born Katholische Andacht Freitag, 4. September 10.00 Uhr Kapelle Karin Holdt oder Anne Weichert Veranstaltungen des Freundeskreises des Hospitals zum Heiligen Geist im September 2026 Donnerstag, 3. September 15.00 Uhr Café Freundeskreis Hamburger Spätlese »Zuhören und Mitsingen« im Festsaal Donnerstag, 24. September 15.00 Uhr Literatur am Nachmittag mit Bettina Radener und Rosemarie Engelhardt-Bunte im Festsaal Sonstige Veranstaltungen Jeden 2. und 4. Montag im Monat Kleiner Wochenmarkt Pfingstrosenplatz 8.30 – 12.00 Uhr Jeden 2. Montag im Monat Tischharfen-Gruppe Gemeinschaftsraum 1. OG in Haus Robinie 14.00 Uhr Jeden ersten Montag im Monat Plattdeutscher Klönschnack mit Monika Nissen Tel.: (0 40) 33 48 22 21 Gemeinschaftsraum in Haus Hinsbleek 9 15.00 Uhr Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat Mietersprechstunde Servicebüro Empfangsz. 9.30 – 10.15 Uhr Jeden ersten Dienstag im Monat Mietersprechstunde Büro in der Grevenau 3 9.30 – 10.15 Uhr Jeden letzten Donnerstag im Monat Trauercafé Haus Begonie, 4. Etage 15.30 – 17.30 Uhr Jeden ersten Freitag im Monat Politischer Kreis mit Frau Chindanusorn und Herrn Evermann Haus Dahlie, Zimmer 211 15.00 Uhr Veranstaltungs-Highlights [Siehe Seite 10 u. 11] Samstag, 5. September Der große Gatsby – Ein Musical der Henneberg Bühne 15.00 Uhr Festsaal
Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 FR Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 11.00 – 13.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers Gottesdienste im August 2026 Sonntag, 2. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Katharina Born bei Regen im Festsaal Sonntag, 9. August 16.00 Uhr Festplatz Prädikant Wolfgang Gutzeit bei Regen im Festsaal Sonntag, 16. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Katharina Born bei Regen im Festsaal Sonntag, 23. August 10.00 Uhr Festsaal Pastorin Petra Wilhelm-Kirst Sonntag, 30. August 16.00 Uhr Festplatz Pastorin Petra Wilhelm-Kirst bei Regen im Festsaal Katholische Andacht Freitag, 7. August 10.00 Uhr Kapelle Karin Holdt o. Anne Weichert Veranstaltungen des Freundeskreises des Hospitals zum Heiligen Geist im August 2026 Donnerstag, 6. August 15.00 Uhr Café Freundeskreis Duo Schietbüddel »Gute Laune von der Waterkant« im Festsaal in der Kapelle 15.00 Uhr Jeden 2. und 4. Montag im Monat Kleiner Wochenmarkt Pfingstrosenplatz 8.30 – 12.00 Uhr Jeden 2. Montag im Monat Tischharfen-Gruppe Gemeinschaftsraum 1. OG in Haus Robinie 14.00 Uhr Jeden ersten Montag im Monat Plattdeutscher Klönschnack mit Monika Nissen Tel. (0 40) 33 48 22 21 Gemeinschaftsraum Hinsbleek 9 15.00 Uhr Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat Mietersprechstunde Servicebüro Empfangsz. 9.30 – 10.15 Uhr Jeden ersten Dienstag im Monat Mietersprechstunde Büro in der Grevenau 3 9.30 – 10.15 Uhr Jeden letzten Donnerstag im Monat Trauercafé Haus Begonie, 4. Etage 15.30 – 17.30 Uhr Jeden ersten Freitag im Monat Politischer Kreis mit Frau Chindanusorn und Herrn Evermann Haus Dahlie, Zimmer 211 15.00 Uhr Veranstaltungs-Highlights [Siehe Seite 10 u. 11] Dienstag, 11. August Schlagerparty 2026 – Gute Laune mit Live-Musik 15.00 Uhr Festplatz Sonntag, 23. August Jazz im Park 2026 – Mit den »Midnight Swingstars« 11.00 – 14.00 Uhr Festplatz
Aktiv durch die Woche (wöchentlich stattfindende Veranstaltungen) MO Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Qigong 14.30 – 15.30 Uhr Haus Pfingstrose Marita Lüdtke Zeit zum Zuhören 15.00 Uhr Bibliothek Sabine Hinz Bibelgesprächskreis 15.00 – 16.00 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Karin Theis DI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff 09.00 – 12.00 Uhr Haus Robinie Ulrike Buthmann 14.00 – 16.00 Uhr Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers DigiLab Anmeldung unter Tel. 60 60 11 79 Keller Haus Enzian Alexander Boers MI Bibliothek 09.00 – 11.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Digitalcafé 10.00 – 12.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Skatrunde 15.00 – 17.00 Uhr Haus Pfingstrose Gert Struck Hamburger Jungs 15.30 – 17.00 Uhr Haus Begonie, Kaffeeklappe im EG DO Bewohnerchor »Spätlese« 10.00 – 11.15 Uhr Heilig-Geist-Kapelle Manon Raphaelis Bibliothek 14.00 – 16.00 Uhr Haus Orchidee Regine Koch Digitalcafé 15.00 – 17.00 Uhr Haus Orchidee Alexander Boers Hobby & Treff Div. Gruppenangebote – Infos u. Anm. unter Tel. 60 60 14 47 Ulrike Buthmann Einkaufsfahrten in das AEZ vormittags mit Anmeldung Tel. 60 60 11 22 Bürger-Infostunde mit Stadtteilpolizistin Freitag, 21. August Fragen und Antworten mit Alexandra Suhr in Haus Iris 9.30 – 10.30 Uhr Offenes Singen mit Isabelle Vilmar Samstag, 1. / 15. / 29. August im Festsaal 10.00 – 11.00 Uhr Dienstag, 11. / 25. August H. Begonie (Friesenstube) 15.00 – 16.00 Uhr ErklärZeiten im Digitalcafé Freitag, 7. August Gesundheits- und Fitness-Apps Digitalcafé (H. Orchidee) 15.00 – 16.30 Uhr Dienstag, 18. August Live Webinar der Polizei Hamburg Thema: Onlinesicherheit für Senior:innen Konferenzraum Empfang 15.00 – 16.30 Uhr Sonstige Veranstaltungen Dienstag, 25. August Meditative Musik in der Kapelle 15.00 Uhr + + + Diese Doppelseite in der Heftmitte können Sie herausreißen und als Plakat nutzen! + + + Angebote und Veranstaltungen im August 2026 21 Wissen & Inspiration Das ist Petrichor Der Geruch des Regens Das Wort stammt aus dem Griechischen. »Petra« bedeutet Stein, »ichor« ist in der griechischen Mythologie die Flüssigkeit, die durch die Adern der Götter fließt. Zwei australische Forscher, Isabel Joy Bear und Richard Thomas, prägten den Begriff 1964. Sie wollten endlich ein Wort für etwas haben, das die Menschen seit Jahrtausenden kennen, ohne es benennen zu können. Was steckt dahinter? Eigentlich drei verschiedene Dinge auf einmal. Wenn Regentropfen auf trockenen Boden treffen, schleudern sie winzige Teilchen in die Luft. In diesen Teilchen steckt ein Stoff namens Geosmin, den bestimmte Bodenbakterien produzieren. Unser Geruchssinn reagiert auf Geosmin schon bei extrem geringen Konzentrationen. Hinzu kommt ein Öl, das Pflanzen in langen Trockenperioden absondern und das sich im Boden und auf Steinen absetzt. Es ist eine Art Schutzmechanismus: Die Pflanze will verhindern, dass andere Samen in ihrer Nähe keimen und ihr das rare Wasser streitig machen. Regen löst dieses Öl heraus, und es steigt als feiner Dunst auf. Und dann wäre da noch Ozon. Gewitter erzeugen es in der Atmosphäre, der Wind trägt es nach unten. Ozon riecht frisch, leicht elektrisch, fast metallisch – viele Menschen halten es fälschlicherweise für »den« Regengeruch. Es ist aber nur eine Zutat von mehreren. Zusammen ergeben diese drei Komponenten etwas, das kaum jemand unangenehm findet. Warum eigentlich? Eine Theorie besagt, dass Menschen über Jahrtausende gelernt haben, diesen Geruch mit dem Ende einer Dürre zu verbinden. Das Gehirn bewertet ihn deshalb positiv. Petrichor lässt sich übrigens tatsächlich kaufen, als synthetisches Parfum oder als Raumspray. Wer es ausprobiert, merkt schnell: Es riecht ähnlich, aber nicht gleich. Er funktioniert eher nicht aus dem Flacon. Wer das Wort »Petrichor« zum ersten Mal hört, denkt manchmal kurz an den Petri-Chor und landet gedanklich bei der St. Petri Kirche Hamburg. Dort singt der Bachchor St. Petri, einer der traditionsreichsten Chöre der Stadt, mit einer Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Mit Regen hat er nichts zu tun. Aber wer schon einmal Bachs Matthäuspassion in einem alten Kirchenschiff gehört hat, weiß: Auch Musik kann etwas auslösen, das sich kaum in Worte fassen lässt. Petrichor lässt sich nicht einplanen. Er entsteht einfach, wenn die Bedingungen stimmen. Und genau das macht ihn zu einem der seltensten Dinge überhaupt: einem Genuss, der keine Vorbedingungen kennt. Man muss nur draußen sein, wenn es anfängt zu regnen. n Enno Olbrich Es gibt diesen Moment, kurz bevor ein Sommergewitter losbricht. Die Luft verändert sich. Etwas steigt auf, das man sofort erkennt und trotzdem kaum beschreiben kann. Dieser Geruch hat einen Namen: Petrichor.
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