Leben bei uns 14 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Rückblick und Ausblick für die Gartentherapie Ein Ort voller Begegnungen Liebe Menschen im Hospital zum Heiligen Geist, liebe Leserinnen und Leser des Glockenturms, wenn ich auf die vergangenen drei Jahre zurückblicke, erfüllt mich vor allem eines: große Dankbarkeit. Als ich die Aufgabe übernehmen durfte, den Therapie- und Sinnesgarten am Hinsbleek 9 aufzubauen und weiterzuentwickeln, ahnte ich nicht, wie viele wertvolle Begegnungen, Erfahrungen und schöne gemeinsame Momente mich erwarten würden. Aus einer Vision ist in dieser Zeit ein lebendiger Garten entstanden, der heute für viele Bewohnerinnen und Bewohner im Hinsbleek 9 sowie deren Angehörige ein vertrauter, geschützter und geschätzter Ort geworden ist. Der Therapie- und Sinnesgarten ist weit mehr als eine Gartenanlage. Für die Menschen in unseren Pflege- und Wohngemeinschaften bietet er einen geschützten Raum für Begegnung, Sinneserfahrungen, Erinnerungen und Wohlbefinden. Hier werden Kräuter gerochen, Rosen bestaunt, Vogelstimmen belauscht, Blumen gepflegt und die Veränderungen der Jahreszeiten mit allen Sinnen erlebt. Die Natur schafft Momente von Vertrautheit, Freude und Geborgenheit und lädt dazu ein, aktiv zu sein, Erinnerungen zu teilen und Gemeinschaft zu erleben. Von Anfang an war dieses Projekt ein echtes Gemeinschaftswerk. Viele Menschen haben ihre Ideen, ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihr Vertrauen eingebracht. Mein herzlicher Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Spenderinnen und Spendern sowie den vielen Beteiligten, die den Aufbau und die Entwicklung des Gartens möglich gemacht haben. Besonders danken möchte ich Nizar Müller und Alena von Appen für ihr großes Engagement bei der Einwerbung von Spenden. Ebenso danke ich den Architekten Hunk & Lorenz, der Firma von Oertzen sowie der Deutschen Fernsehlotterie, die die Stellen der Gartentherapie über drei Jahre gefördert hat. Ein besonderer Dank gilt auch meinen gartentherapeutischen Assistenten Anja Kiefel und Alexander Boers, den Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Bereichen im gesamten Hospital zum Heiligen Geist. Ob Verwaltung, Gebäudemanagement, Hobby & Treff, Marketing, Finanzbuchhaltung oder viele andere‒ überall durfte ich Offenheit, Wertschätzung und große Unterstützung erleben. Eine besondere Bereicherung war die Zusammenarbeit mit den Musiktherapeutinnen Isabelle Vilmar und Ute Scheibe. Gemeinsam haben wir Musik und Natur verbunden und zahlreiche Konzerte, Feste und jahreszeitliche Angebote gestaltet. So wurde der Garten immer wieder zu einem Ort voller Musik, Begegnung und Lebensfreude. Am meisten berührt und gelehrt haben mich die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Bewohnerinnen und Bewohner fanden im Garten Ruhe, Erinnerungen, Freude und Anregung. Oft waren es die kleinen Augenblicke, die lange in Erinnerung bleiben und die Erinnerungen weckten wie: die erste reife Erdbeere, frisch geerntete Salate und Kohlrabi, das Staunen über einen Schmetterling oder die Freude über eine
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