12 Rund um den Glockenturm · August / September 2026 Unser heutiger Gast: Barbara Wussow (65) Leinen los für eine Frau, die nicht nur einen großen Nachnamen trägt, sondern ein noch viel größeres Herz. Früher bei der Schwarzwaldklinik, spielt sie sich heute als »Hanna Liebhold« mit ihrer Liebenswürdigkeit und Wärme in die Herzen ihrer Zuschauer. Wir freuen uns auf die großartige Barbara Wussow. HzHG: Liebe Frau Wussow, was ist das Besondere, für Sie als Schauspielerin, auf dem Traumschiff arbeiten zu dürfen? Wussow: Diese Dreharbeiten sind mit keinen anderen Dreharbeiten zu vergleichen. Nicht nur wegen der tollen und wirklich aufregenden Drehorte. Nein, man arbeitet auch sehr viel mit Privatmenschen zusammen, da die Amadea ein echtes Passagierschiff ist, welches durch die Weltmeere schippert. Die gemeinsamen Wochen mit der Crew, den Gästen und dem ZDF-Team auf dem Schiff schweißen sehr zusammen. In den neun Jahren, die ich dabei bin, habe ich noch nie erlebt, dass ein Schauspieler oder eine Schauspielerin nicht weinend von Bord gegangen ist und nicht gesagt hat: »Bitte, bitte darf ich wiederkommen?!« HzHG: Wie viele Wochen sind Sie für die Dreharbeiten pro Jahr auf dem Schiff? Wussow: Also wir drehen insgesamt ein halbes Jahr und dabei entstehen 4 Folgen Traumschiff. Für jede Folge haben wir 3 Wochen Schiffs-Dreh und 3 Wochen Land-Dreh. Je nachdem, ob ich beim Land-Dreh dabei bin oder nicht, habe ich dann auch mal am Stück ein paar Tage oder Wochen frei. Dann besteht auch die Möglichkeit zu meiner Familie zu fliegen, wenn wir nicht allzu weit weg sind. Anderenfalls verbringe ich dann meine freien Tage auf spannenden Landgängen, da ich unglaublich neugierig bin und es sehr liebe, Neues zu entdecken. HzHG: Wie viele Gemeinsamkeiten haben Sie selbst mit Ihrer warmherzigen Rolle »Hanna Liebhold«? Wussow: Oh, sehr viel! An allererster Stelle liebe ich die Menschen als Barbara Wussow und auch als Hanna Liebhold. Ich gehe gern auf Menschen zu. Ich habe überhaupt keine Berührungsängste und lasse mich gerne ansprechen, fotografieren und unterhalte mich sehr gern. Auch höre ich mir nach Drehschluss an der Bar so manche Lebensgeschichte der Passagiere an, die mich oft faszinieren und manchmal auch wirklich berühren. Es ist eine große, wunderbare Familie auf dem Schiff. Eigentlich unterscheidet mich von meiner Rolle nicht viel, aber definitiv, dass ich privat natürlich nicht ständig in einer Uniform herumlaufe. ☺ HzHG: War für Sie schon als Kind klar, dass Sie in die Fußstapfen Ihrer Eltern treten und auch Schauspielerin werden möchten? Wussow: Nein, überhaupt nicht. Ich war damals auch komplett anders als jetzt. Ich war ein stilles und schüchternes Kind und hatte Schwierigkeiten auf Menschen zuzugehen. Deshalb habe ich nach meinem Abitur Bühnenbild und Kostüm studiert – selbst auf einer Bühne im Mittelpunkt zu stehen, war damals für mich undenkbar. Nachdem ich dann mein Diplom in der Tasche hatte, habe ich für eine Wiener Schauspielschule gearbeitet und in dieser Zeit Schauspielschüler in meinem Alter kennenglernt. Dies hat irgendetwas in mir ausgelöst, dass ich dann einer ProLeben bei uns WIR FRAGEN DIE STARS!
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