20 Rund um den Glockenturm · Oktober / November 2026 Aus dem Quartier Buchvorstellungen Das Flüstern der Bienen von Sofía Segovia ist ein historischer Roman, der in Mexiko zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Im Mittelpunkt steht der Junge Simonopio, der als Baby von der Familie Morales aufgenommen wird. Er ist blind und besitzt eine besondere Gabe: Er kann Gefahren und zukünftige Ereignisse spüren. Zudem hat er eine außergewöhnliche Verbindung zu Bienen, die ihn ständig begleiten. Während Simonopio auf der Hazienda der Morales heranwächst, erlebt er politische Unruhen, Gewalt und die Spanische Grippe. Trotzdem schenkt er seiner Familie Hoffnung und Zu- sammenhalt. Der Roman erzählt von Freundschaft, Familie, Liebe und Schicksal. Besonders beeindruckend ist die poetische Sprache, mit der Sofia Segovia die Welt aus Simonopios ungewöhnlicher Perspektive beschreibt. Das Buch verbindet historische Ereignisse mit einer geheimnisvollen und berührenden Familien- geschichte. n Stefanie Nonnsen Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Einblick in unser hauseigenes Bibliotheksangebot bieten und erneut zwei Titel vorstellen, die Sie als HzHG-Bewohner:innen kostenlos ausleihen können. Kommen Sie gern zu unseren Öffnungszeiten im Haus Orchidee vorbei und lassen sich inspirieren. Wir sind Mo. + Do. von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr sowie Di. + Mi. + Fr. von 9.00 Uhr – 11.00 Uhr vor Ort. Natürlich stehen wir Ihnen für weitere Empfehlungen jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie! Bis bald. n Ihr Bibliotheksteam »Das Flüstern der Bienen« von Sofia Segovia Der Schauspieler Hans erzählt die Geschichte seiner Eltern und nimmt die Leser dabei mit auf eine Reise durch die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Seine Mutter Sala ist Jüdin, sein Vater Otto stammt aus einer bürgerlichen deutschen Familie. Die beiden verlieben sich in den 1930er-Jahren, doch der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg stellen ihre Be- ziehung vor große Herausforderungen. Sala muss Deutschland verlassen und erlebt Flucht, Verfolgung und Krieg. Otto bleibt zurück. Jahre später versucht Hans, die Vergangenheit seiner Eltern zu verstehen und die vielen Lücken in ihrer Lebensgeschichte zu schließen. Christian Berkel beschreibt eindrücklich, welche tragischen Folgen der Nationalsozialismus für zwischenmenschliche Beziehungen hatte und noch immer hat. Wie persönliche Schicksale mit den großen historischen Ereignissen verwoben sind. Berkels Sprache ist klar und bildhaft. Sie wirkt ruhig und nachdenklich, ist aber gleichzeitig sehr emotional. n Stefanie Nonnsen »Der Apfelbaum« von Christian Berkel
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