13 HzHG: Vor welchen Menschen hast Du Respekt bzw. wer beeindruckt Dich besonders? Axel: Menschen die konsequent an ihren Zielen arbeiten, sich jeden Tag neu aufraffen und nicht aufgeben, finde ich sehr beeindruckend. Sie verdienen meinen vollsten Respekt. HzHG: Was motiviert Dich am meisten zu Spitzenleistung? Axel: Der Wunsch danach, meine Grenzen auszutesten. Es ist egal in welchem Sport. Wenn man zum Beispiel 10 Kilometer rennt, dann schafft man heute bei diesem Wetter und diesen Bedingungen vielleicht weniger als nächste Woche zur gleichen Uhrzeit. Genau dieses Austesten der individuellen und tagesaktuellen Grenzen motiviert mich immer aufs Neue zu Spitzenleistungen. HzHG: Womit beschäftigst Du Dich ehrenamtlich? Axel: Ich engagiere mich u. a. ehrenamtlich für ein Kinderhospiz in Frankfurt und eines in Leipzig. Dort bin ich seit 20 Jahren Botschafter. Als ich damals mit dem Boxen aufgehört habe, bemerkte ich, dass ich mit meiner reinen Anwesenheit auf Veranstaltungen den Menschen etwas Positives mitgeben kann. Ich freue mich wirklich, wenn ich besonders kranken oder beeinträchtigten Menschen mit meiner guten Laune ein bisschen Kraft schenken darf. Auch bei Veranstaltungen auf denen z. B. um Spenden geworben wird, ist meine Bekanntheit oft eine Bereicherung um noch mehr Geld einsammeln zu können. HzHG: Hast Du eine große Leidenschaft neben dem Boxen? Axel: Ja, das Golfspielen! Wir haben einen kleinen Golfverein, die »Partysanen«. Es ist ein Zusammenschluss einiger ehemaliger Sportler wie Stefan Kretzschmar oder Pascal Hens. Wir spielen ein paar Mal im Jahr für den guten Zweck und spenden die Gelder dann am Jahresende an unterschiedlichste Projekte oder Einrichtungen wie z. B. dem Straßenkinderhaus »Butze« in Berlin. HzHG: Für welche Dinge bist Du dankbar in Deinem Leben? Axel: Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in einer behüteten Kindheit aufwachsen konnte. Natürlich auch, dass ich den Sport machen durfte, der zu mir passte und mir gefiel. Dass ich damit sogar noch Geld verdienen konnte war natürlich ein weiteres großes Geschenk. HzHG: Was sagst Du Menschen, die sich gerade an einem Tiefpunkt im Leben befinden? Axel: Im Normalfall besteht das Leben ja aus Höhen und Tiefen. Menschen, denen es vorübergehend gerade nicht so gut geht, versuche ich genau das klarzumachen. Irgendwann geht es auch wieder bergauf, das Wichtige ist nur, sich nicht unterkriegen zu lassen. HzHG: Wo lädst Du Deine Akkus auf, wenn Sie mal leer sind? Axel: Tage zum Ausspannen verbringe ich sehr gern in Deutschland bzw. an Orten die leicht mit dem Auto zu erreichen sind. Sehr gern bin ich auf der Insel Usedom oder im Spreewald. Flugreisen und vor allem Langstreckenflüge sind nicht so mein Ding. Mit dem Auto ist man da viel flexibler und unabhängiger. Der Hauptgrund ist aber eigentlich meine Nespresso Kaffeemaschine. Ohne diese bin ich aufgeschmissen. Deshalb nehme ich diese immer im Auto mit. Denn als Morgenmuffel brauche ich sehr, sehr viel Kaffee um gut in den Tag zu starten. ☺ Lieber Axel wir danken Dir von ganzem Herzen für Deine Zeit und Deine Offenheit, die Du uns für dieses tolle Interview geschenkt hast. Es war wirklich spannend einen Menschen zu erleben, der nicht nur äußerst inspirierend, motivierend und kraftvoll ist, sondern ebenso eine warme, herzliche und sensible Seite in sich trägt. Diese dann sinnvoll für diverse wohltätige Projekte einzusetzen verdient den vollsten Respekt. Wir wünschen Dir alles Gute und senden Dir beste Grüße aus dem Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg. n Ronny Behrendt
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