Rund um den Glockenturm 12/01 2026

Titelgeschichte 6 Nelken – kleine Knospen mit großer Wirkung Die getrockneten Blütenknospen sehen unscheinbar aus, doch sie stecken voller ätherischer Öle. Nelken wirken antibakteriell und wurden früher sogar gegen Zahnschmerzen eingesetzt. Heute kennen wir sie vor allem im Punsch, wo ihr intensives Aroma Wärme und Tiefe schenkt. Zimt – süße Würze für Herz und Bauch Zimt ist aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken. Seine leichte Süße macht Gebäck besonders fein. Gleichzeitig wirkt er positiv auf die Verdauung und kann den Blutzuckerspiegel regulieren. Ein Grund, warum er schon in der alten Heilkunst geschätzt wurde. Wer nach einem üppigen Festessen mit schwerem Magen zu kämpfen hat, profitiert oft von einer Tasse Zimttee. Anis – der Helfer für die Verdauung Der typische Lakritzgeschmack von Anis ist nicht jedermanns Sache, doch seine Wirkung ist bemerkenswert. Anis beruhigt den Magen, lindert Blähungen und unterstützt die Atemwege. In Tee entfaltet er seine Stärke besonders gut – ideal bei Erkältungen in der Winterzeit. Muskat – kleine Menge, große Wirkung Ein Hauch Muskatnuss rundet Kartoffelpüree, Cremesuppen oder Weihnachtsgebäck ab. Das Gewürz kann entspannen und sogar beim Einschlafen helfen. Da es in hoher Menge unverträglich ist, sollte man es sparsam einsetzen; ein Viertel Teelöffel reicht oft schon. Gesunde Weihnachten Die geheime Kraft der Weihnachtsgewürze Seit Jahrtausenden spielen Gewürze eine besondere Rolle in der Ernährung und Medizin. Schon im alten Ägypten wurden Zimt und Nelken zur Konservierung und als Heilmittel eingesetzt. In Indien nutzte die ayurvedische Lehre Anis und Kardamom, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu stärken. Im Mittelalter galten exotische Gewürze wie Pfeffer oder Muskat als kostbare Schätze, die nur wohlhabende Familien sich leisten konnten. Sie wurden nicht nur wegen ihres Geschmacks geschätzt, sondern auch wegen ihrer vermeintlichen Schutzwirkung gegen Krankheiten. Händler riskierten lange Reisen, um diese Kostbarkeiten nach Europa zu bringen – ein Hinweis darauf, wie hoch ihr Wert war. Heute sind diese Gewürze für uns selbstverständlich und vor allem aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Sie erinnern an Kindheit, vertraute Düfte und festliche Stimmung. Gleichzeitig sind ihre positiven Eigenschaften für Körper und Seele bis heute spürbar.

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