13 zungscouch« nie besuchen musste. Meine sämtlichen Sendungen wurden mir immer angeboten. HzHG: Wenn Sie einen Wunsch freihätten, was wünschten Sie sich für unsere zukünftige Gesellschaft? Berghoff: Was ich mir wünsche ist, dass die Menschen wieder mehr Respekt voreinander und mehr Aufmerksamkeit füreinander haben ohne schnelle Vorurteile. Mein Lebensmotto war immer: »Leben und leben lassen!« Das bedeutet: Ich möchte leben, wie ich will und das Selbe gestehe ich auch jedem anderen zu. HzHG: Verraten Sie uns Ihren persönlichen Trick des gesunden Alterns? Berghoff: Das »gesunde Altern« sehe ich als relativ. Ich war nie sportlich aktiv, ich trinke abends gerne mal Wein und rauche noch immer. Trotzdem ist es mir gelungen, ziemlich fit zu bleiben. Es ist wohl auch eine genetische Vererbung, für die ich sehr dankbar bin. HzHG: Wie würden Sie jemanden motivieren dem es gerade nicht so gut geht? Berghoff: Nach jedem regennassen, dunklen Tag kommt auch wieder die Sonne zum Vorschein! Man muss ein wenig Geduld haben und auch Dingen, wie dem Schmerz und tiefer Traurigkeit ihre Zeit lassen. HzHG: Welche Dinge machen Sie glücklich? Berghoff: Morgens gesund und mit guter Laune aufzuwachen und den aktuellen Tag vielleicht mit einer schönen Verabredung genießen zu können. HzHG: Haben Sie ein besonderes Hobby mit dem Sie andere vielleicht inspirieren können? Berghoff: Aber natürlich! Ich gehe sehr gerne ins Theater, freue mich auf meine Kartenspielrunde, auf meine Freunde und schaue stets positiv in die Welt. Bei mir ist das Glas ist immer halbvoll. HzHG: Haben Sie unerfüllte Träume, die Sie unbedingt irgendwann verwirklichen möchten? Berghoff: Ich glaube, es wäre schlimm, wenn ich in meinem Alter mit 82 Jahren immer noch unerfüllte Träume hätte. Ich lebe entspannt und zufrieden. Mit dem, was ich alles erlebt habe, bin ich glücklich. HzHG: Was gefällt Ihnen an Hamburg besonders und wo sind Ihre Lieblingsplätze? Berghoff: Hamburg ist zwar nicht mein Geburtsort, aber es ist meine Heimatstadt. Ich wohne hier schon ziemlich lange. Sehr gerne bin ich am Willkomm-Höft in Wedel, wenn mich wiedermal das Fernweh plagt. Ich sitze aber auch gerne an der Alster in einem schönen Cafè. Außerdem liebe ich den Hafen sowie das viele »Grün« in der Stadt. HzHG: Welche Eigenschaft schätzen Sie an anderen Menschen, die Sie selbst nicht haben? Berghoff: Ich schätze es sehr, wenn Menschen Geduld haben. Davon hätte ich selbst auch sehr gern mehr. Ich zähle leider eher zu den Ungeduldigeren. HzHG: Leider schon die letzte Frage an Sie: Ist Ihnen als »Hamburgerin« unsere Einrichtung ein Begriff? Berghoff: Ja natürlich, dort wohnte ein Freund von mir und ich habe vor ein paar Jahren zu Weihnachten auch vor den Bewohnern eine Lesung gehalten. Ich erinnere mich noch daran, dass ich dabei sehr liebevoll von den Mitarbeitern betreut wurde. An dieser Stelle möchte ich sehr herzliche Grüße an alle Bewohner und Mitarbeitenden des »Hospitals zum Heiligen Geist« senden! ☺ Herzlichen Dank für Ihre Grüße und dafür, dass Sie sich erneut Zeit für unsere Einrichtung genommen haben. Sicherlich hätten Sie noch Unzähliges mehr zu erzählen, was leider auf zwei Heftseiten nur schwer unterzubringen ist. Für Ihre Zukunft wünschen wir alles erdenklich Gute und natürlich stets Gesundheit. Ein großes Dankeschön aus dem HzHG. n Ronny Behrendt
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